In unserem Verein sind zurzeit 33 ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen tätig.
Sie sind von uns nach den Standards des bayerischen Hospizverbandes ausgebildet, nehmen an Fortbildungen teil und werden durch monatliche Supervision unterstützt. Sie sind an die Schweigepflicht gebunden.
Unsere Hospizbegleiter*innen sind so wunderbar verschieden, wie auch die von uns begleiteten Menschen. Ihre Grundhaltung zum Mitmenschen, der bisherige Lebensweg, das Interesse an einer neuen Aufgabe, die Freude am Ehrenamt …- viele unterschiedliche Entscheidungsgründe, Vorstellungen und Wahrnehmungen gibt es, mit Schwerstkranken und Sterbenden die letzte Lebenszeit gestalten zu wollen.
Regine Kolb
Seit 2007 engagiere ich mich als Hospizbegleiterin. Der Umgang mit dem Ende des Lebens hat mein Leben sehr bereichert. Für mich ist es eine Art Lebensschule. Die Stunden am Bett eines Sterbenden lassen mich eintauchen in eine andere Wertigkeit. Das Vertrauen und die Dankbarkeit, die man durch Begleitungen schwerstkranker und sterbender Menschen und deren Angehörigen erhält, ist eine sehr berührende Bestätigung. Die eingebrachte Zeit ist 100% sinnvoll eingesetzt. Das macht dieses Ehrenamt so wertvoll.
Hans-Ulrich Wowy
Weil ich glaube, dass ich das Wunder der Geburt in seiner Gänze nur erfassen kann, wenn ich das Wunder des Sterbens erfahre. Weil das Sterben wie die Geburt zum Leben dazugehört. Ohne ein Ende gibt es keinen Anfang. Weil der Sterbeprozess für mich zu den intensivsten Lebenserfahrungen gehört. Weil, so paradox es klingt, im Begleiten eines Sterbeprozesses das Wunder des Lebens für mich besonders gut erfahrbar ist.
Marianne Müller
Die ersten und die letzten Schritte gelingen uns leichter, wenn wir einen Menschen an unserer Seite haben,
der unsere Hand hält, der uns liebevoll anschaut, der Zeit für uns hat, der einfach nur da ist, der uns zuhört, wenn wir über unsere Ängste sprechen möchten, bei dem wir sein dürfen, wie wir sind.
Wilfried Gottschlich
Ich arbeite in einem Hospizverein, weil ich finde, dass die Begleitung von Sterbenden eine wichtige Tätigkeit ist, die ein Sterben in Würde ermöglicht. Bei dieser Arbeit lerne ich unglaublich viel über das Leben. Selten erlebe ich im Alltag so viel Authentizität und Ehrlichkeit, wie in den Begegnungen mit den Menschen, die ich auf dem letzten Abschnitt ihres Lebens begleitet habe.
Angelika Geiger-Küpper
Nach einer lebensbedrohlichen Erkrankung, in der ich erfahren habe, was die Endlichkeit des Lebens konkret bedeuten kann und wie segensreich es ist, wenn man in einer derartigen Krisensituation von lieben, zugewandten Menschen begleitet wird, habe ich mich nach meiner Genesung dafür entschieden, als Hospizbegleiterin zu arbeiten. Ich möchte für Menschen in einer bedrohlichen Krankheitssituation und in der letzten Phase ihres Lebens da sein und so dazu beitragen, dass sterbende Menschen auch ihr Lebensende möglichst selbstbestimmt und in Würde gestalten können.
Martina Wendler
Ich habe mich zusätzlich zur Trauerbegleiterin ausbilden lassen, weil es in manchen Situationen nicht nur für den Sterbenden eine Begleitung braucht, sondern auch danach für die Hinterbliebenen. Ich möchte den Trauernden meine Empathie und mein "Ohr" schenken, wenn niemand anders mehr zuhören will.